Monday 23.10.2017

Frau-zu-Mann-Transsexueller gilt rechtlich als Mutter eines von ihm geborenen Kindes

Der transsexuelle Verfahrensbeteiligte wurde als Kind weiblichen Geschlechtes geboren. 2010 wurde sein weiblicher Vorname  in einen männlichen Vornamen geändert. 2011 wurde durch eine weitere gerichtliche Entscheidung festgestellt, dass er als dem männlichen Geschlecht zugehörig anzusehen ist. 2013 gebar er durch eine Samenspende ein Kind. Das Standesamt trug ihn mit seinem ursprünglichen weiblichen Vornamen als “Mutter“ in das Geburtenregister ein.

Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Kammergericht Berlin zurück. Der BGH hat die Entscheidung des Kammergerichtes bestätigt. Zwar richten sich die vom Geschlecht abhängigen Rechte und Pflichten ab Rechtskraft der Entscheidung, dass ein Transsexueller als dem anderen Geschlecht zugehörig anzusehen ist nach dem neuen Geschlecht, wenn durch Gesetz nichts anderes bestimmt ist. Dies lässt jedoch das Rechtsverhältnis zwischen ihm und seinen Kinder unberührt, selbst wenn die Kinder erst nach der Änderung der Geschlechtszugehörigkeit geboren sind. Hierdurch wird gewährleistet, dass der biologisch durch Geburt oder Zeugung festgelegte rechtliche Status als Mutter oder Vater des Kindes gesichert und einer Veränderung nicht zugänglich ist.

 Aktuelle Informationen